Die Abzweigung zum Weiler Glanz befindet sich ca. 1 km nach Matrei in Richtung Felbertauern. In zahlreichen Kehren geht es zum Parkplatz in der Nähe des letzten Bauernhofes, Hinweisschilder mit der Aufschrift "Parkplatz Glanz" helfen an einzelnen Abzweigungen weiter. Der Parkplatz bietet Platz für 10 - 12 Fahrzeuge.
Die Tour ist durchgehend markiert. Die Schlüsselstelle befindet sich auf der Nordseite vom Kleinen Muntanitz. Auch wenn es 8 - 10 Meter senkrecht abwärts geht, ist der gesamte Bereich mit einem Stahlseil gesichert und es sind genügend Tritte vorhanden. Für einen erfahrenen Alpinisten sollte diese Stelle keine allzu großen Probleme bereiten. Wem die Tour als Tagestour zu lang wird, der kann in der
Sudetendeutschen Hütte übernachten.
Direkt beim Parkplatz beginnt der Steig in Richtung Edelweißwiese/Äußere Steiner Alm. Es geht zunächst etwas steiler durch den Wald, dann wird der Weg breiter und flacher. Man quert ein erstes Mal die Almstraße und es folgt wieder ein schmales Steiglein, das an den 2 Hütten der Köfler Alm vorbeiführt. Etwas später mündet der Steig in die Almstraße, auf der man eine Weile entlangmarschiert. Am Ende der Straße beginnt der Weg durch die Edelweißwiese (hier befrindet sich auch die Abzweigung hinauf zur Bretterwandspitze - Hinweistafel). Die relativ steilen Wiesen, die nach wie vor gemäht werden, durchschreiten wir eben, bis am Ende ein nettes Bankerl zum Verweilen einlädt und den Blick auf den Matreier Talkessel freigibt. Gleich anschließend folgt ein längerer Abstieg zur Äußeren Steiner Alm, die schön gelegen am Eingang des Hochtales liegt. Man marschiert auf einem Almweg taleinwärts und kann hoch am Horizont schon die
Sudetendeutsche Hütte ausmachen. Im Talschluss wird unterhalb der alten Schmelzhütte der Steiner Bach gequert, dann geht es auf dem gut markierten Steig steil nach oben. Erst knapp unterhalb der
Sudetendeutschen Hütte wird das Steiglein flacher und es ist dann nicht mehr weit bis zur Hütte.
Der markierte Weg hinauf zum Muntanitz führt links am kleinen Hüttenteich vorbei und bringt uns auf ein Hochplateau, durch das der Steig sanft ansteigend zu den sandigen Abhängen des Südlichen Wellachkopfes mit seiner markanten Felswand leitet. In einigen Kehren überwindet man einen Geländerücken zum gut erkennbaren Steinmann. Es folgt der sehr sandige Anstieg zum Gratrücken, und über die abgerundeten Felsen und die breite Flanke geht es in angenehmer Steigung hinauf zum Muntanitzkamm. Über den langezogenen Kamm zieht der Steig zum Kleinen Muntanitz, wobei zweimal eine kurze Felspassage durchschritten wird. Der Anstieg zum ersten Dreitausender, dem Kleinen Muntanitz, ist in wenigen Minuten bewältigt. Der Gipfel selbst befindet sich nur wenige Meter oberhalb des markierten Weges. Dann folgt die Schlüsselstelle der Tour. Auf der Nordseite des Berges geht es senkrecht kaminartig nach unten, allerdings helfen ein Stahlseil und genügend Trittmöglichkeiten beim Bewältigen dieser Passage. Das Stahlseil ist nach dem steilen Abschnitt noch ein ganzes Stück vorhanden, dann wird die Scharte zwischen den beiden Gipfeln betreten und der letzte Aufschwung zum Großen Muntanitz mit dem schönen Gipfelkreuz ist in wenigen Minuten zu schaffen. Es bietet sich vom höchsten Gipfel der Granatspitzgruppe ein grandioses Panorama, das praktisch den gesamten nördlichen Bereich der Osttiroler Bergwelt umfasst.